Informationen zur Feuerwehr:
24‑Stunden‑Übung der Jugendfeuerwehr Obersüßbach
Die Jugendfeuerwehr Obersüßbach absolvierte eine besonders eindrucksvolle 24‑Stunden‑Übung, die den jungen Feuerwehranwärtern ein breites Spektrum an realitätsnahen Herausforderungen bot. Bei bestem Sommerwetter startete die Übung am letzen Samstag und führte die Jugendlichen durch zahlreiche Einsatzszenarien, die sowohl Fachwissen als auch Teamgeist forderten.
Schon zu Beginn standen Löschübungen auf dem Programm, bei denen die Nachwuchskräfte den Umgang mit Strahlrohren, Verteiler und Schlauchmaterial intensiv trainierten. Unter Anleitung der Ausbilder wurden verschiedene Brandlagen simuliert, die die Jugendlichen mit großem Engagement meisterten. Im weiteren Verlauf folgten mehrere Einsätze aus dem Bereich der Technischen Hilfeleistung (THL) – darunter das Sichern von Unfallstellen, das richtige Vorgehen bei eingeklemmten Personen sowie der Umgang mit technischem Gerät. Die abwechslungsreichen Aufgaben sorgten für Spannung und vermittelten ein realistisches Bild des Feuerwehralltags.
Neben den Übungen blieb auch Zeit für gemeinsame Pausen, in denen die Jugendlichen Kraft tankten und sich austauschten. Die gute Stimmung innerhalb der Gruppe zeigte, wie sehr die jungen Feuerwehrler von der intensiven Ausbildung profitieren und wie stark der Zusammenhalt ist.
Am Nachmittag besuchte Kreisbrandinspektor Alexander Grochol die Jugendfeuerwehr, um sich persönlich ein Bild vom Ablauf der Übung zu machen. Er beobachtete mehrere Einsatzszenarien und zeigte sich beeindruckt vom hohen Ausbildungsstand und der Motivation der Jugendlichen. In seinen anschließenden Worten lobte er sowohl die hervorragende Organisation als auch das Engagement der Ausbilder, die diese 24‑Stunden‑Übung ermöglicht hatten.
Nach einer einsatzreichen Nacht, in der weitere Übungslagen abgearbeitet wurden, endete die Aktion am Sonntagmorgen mit einem gemeinsamen Frühstück zusammen mit den Eltern. Dort berichtete Jugendleiter Kevin Walter ausführlich über den Ablauf der gesamten 24 Stunden, die Leistungen der Jugendlichen und die Bedeutung solcher Übungen für die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr. Seine Worte machten deutlich, wie viel Herzblut in der Jugendarbeit steckt und wie wichtig diese für die Zukunft der Wehr ist.
Zum Abschluss richtete 2. Bürgermeister Alois Münsterer anerkennende Worte an das gesamte Team. Er betonte die Bedeutung einer engagierten Jugendfeuerwehr für die Gemeinde und würdigte die hervorragende Arbeit der Betreuer sowie den Einsatzwillen der Jugendlichen. Sein Lob unterstrich den hohen Stellenwert, den die Jugendarbeit in Obersüßbach genießt.
Die 24‑Stunden‑Übung zeigte eindrucksvoll, wie gut die Jugendfeuerwehr Obersüßbach aufgestellt ist – fachlich, organisatorisch und menschlich. Sie hinterließ bei allen Beteiligten das Gefühl, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein, die mit viel Engagement und Freude für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einsteht.
Neue Lebensretter für Obersüßbach: Feuerwehr startet als „Defi-Zubringer“
Obersüßbach. Wenn ein Mensch einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleidet, entscheidet oft nicht die Stunde, sondern die Minute über Leben und Tod. Um in diesen kritischen Momenten noch schneller helfen zu können, übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Obersüßbach ab sofort eine zusätzliche und besonders verantwortungsvolle Aufgabe: Sie ist nun Teil des sogenannten „Defi-Zubringer-Systems“.
Künftig wird die Feuerwehr bei einem gemeldeten Herz-Kreislauf-Stillstand im Gemeindegebiet automatisch zeitgleich mit Rettungsdienst und Notarzt alarmiert. Die Einsatzkräfte rücken umgehend mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED) aus und können bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen beginnen.
Gerade bei Herzstillständen zählt jede Sekunde. Die örtliche Nähe der Feuerwehr kann dabei einen entscheidenden Zeitvorteil bringen. Durch das schnelle Eingreifen und den frühzeitigen Einsatz eines Defibrillators steigen die Überlebenschancen der Betroffenen erheblich. Die Feuerwehr wird damit zu einem wichtigen Bindeglied in der Rettungskette, bis die medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst übernommen wird.
Möglich gemacht wurde dieses Projekt durch das große Engagement zahlreicher Feuerwehrdienstleistender und der Feuerwehrführung. In den vergangenen Monaten wurden insgesamt 36 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden intensiv geschult und auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Zahlreiche Übungsstunden und Fortbildungen waren notwendig, um im Ernstfall schnell, sicher und professionell handeln zu können.
Das neue Angebot ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann. Die Bereitschaft der Feuerwehrangehörigen, sich zusätzlich medizinisch ausbilden zu lassen und rund um die Uhr für ihre Mitmenschen einzustehen, verdient höchste Anerkennung. Ihr Einsatz stärkt nicht nur die Sicherheit der Gemeinde, sondern gibt den Bürgerinnen und Bürgern auch das beruhigende Gefühl, im entscheidenden Moment schnelle Hilfe in ihrer Nähe zu wissen.
Die Gemeinde Obersüßbach kann stolz auf ihre Feuerwehr sein, die weit über ihre klassischen Aufgaben hinaus Verantwortung übernimmt und damit einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Leben leistet. Das Projekt zeigt eindrucksvoll den starken Zusammenhalt und das ausgeprägte Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Wehr.
Wichtig bleibt: Bei Verdacht auf Herzinfarkt, Bewusstlosigkeit oder einem Herz-Kreislauf-Stillstand muss unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden. Die Alarmierung des Defi-Zubringers erfolgt anschließend automatisch durch die Integrierte Leitstelle.
Manchmal sind es nur wenige Minuten, die über ein ganzes Leben entscheiden. Dank des neuen Defi-Zubringer-Systems sind diese entscheidenden Minuten in Obersüßbach künftig noch besser abgesichert.
Erfolgreiche Leistungsprüfung der Feuerwehr Obersüßbach
16 Teilnehmer legten Leistungsabzeichen im Löscheinsatz ab.
Obersüßbach. Mit großem Engagement und beeindruckender Teamarbeit haben kürzlich zwei Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr Obersüßbach die Leistungsprüfung „Wasser“ erfolgreich abgelegt. Nach mehreren Tagen intensiver Vorbereitung stellten sich die Teilnehmer der anspruchsvollen Aufgabe und meisterten diese mit Bravour.
Die Prüfung wurde in der Variante I durchgeführt, bei der ein Brand eines Nebengebäudes simuliert wird. Unter realitätsnahen Bedingungen galt es, innerhalb einer vorgegebenen Zeit einen vollständigen Löschangriff aufzubauen. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung mussten die Teilnehmer auch die Wasserversorgung sicherstellen sowie die Einsatzstelle ordnungsgemäß gegen den Verkehr absichern.
Ein besonderer Fokus lag auf der Teamarbeit: Nur wenn alle Handgriffe perfekt sitzen und die Abläufe reibungslos ineinandergreifen, kann die Prüfung erfolgreich bestanden werden. Ergänzend dazu waren verschiedene Zusatzaufgaben zu bewältigen, die den Teilnehmern weiteres Fachwissen und Geschick abverlangten.
Die Leistungen der beiden Gruppen wurden von Kreisbrandmeister Hermann Fischer, Kreisbrandmeister Florian Reisinger sowie Schiedsrichter Jürgen Gruber bewertet. Sie zeigten sich im Anschluss an die Prüfung äußerst zufrieden und lobten den hervorragenden Ausbildungsstand der Feuerwehr Obersüßbach.
Bei der Verleihung der Leistungsabzeichen im Gerätehaus würdigte auch Bürgermeister Michael Ostermayr den Einsatz der Feuerwehrdienstleistenden. In seinen Grußworten überbrachte er die Glückwünsche der Gemeinde und betonte die Bedeutung einer modernen technischen Ausstattung sowie einer fundierten Ausbildung. Die Gemeinde Obersüßbach investiere kontinuierlich in die Ausrüstung der Feuerwehr – ein Einsatz, der sich durch den hohen Leistungsstand der Aktiven deutlich widerspiegle.
Als Zeichen der Anerkennung lud Bürgermeister Ostermayr die Teilnehmer im Anschluss zu einer gemeinsamen Brotzeit ein.
Folgende Feuerwehrmitglieder erhielten ihre Leistungsabzeichen:
Stufe I: Anton Haimer, Jakob Ostermayr
Stufe II: Isabella Huber, Hannes Hummelberger, Moritz Münsterer, Bastian Rußwurm, Thomas Vorlaufer
Stufe III: Lukas Ostermeier, Tobias Ostermeier
Stufe IV: Michael Büchl, Martin Vorlaufer, Kevin Walter
Stufe V: Matthias Büchl, Manfred Huber, Marcel Richter, Markus Schindler
Mit dieser erfolgreichen Leistungsprüfung unterstreicht die Feuerwehr Obersüßbach erneut ihre hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität – wichtige Voraussetzungen für schnelle und sichere Hilfe im Ernstfall.




